Wir verlassen Dhulikel in Richtung Changu, um den ältesten Tempel des Kathmandu-Valley anzusehen, den Changu Narayan, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.
Dort angekommen, geht's zu Fuss eine Gasse hoch zum Tempel. Vorbei als erstes an dem Dorfbrunnen, wo wie überall in Nepal die Frauen im Freien, bei kühlem Wetter und mit kaltem Wasser ihre Wäsche waschen. Vorbei auch an diversen Souvenirläden ... unter andem an Geschäften mit kleinen, mittleren, grossen und riesigen Masken. Doch zunächst passieren wir diese Shops.
Die Tempelanlage ist ein bedeutendes Vishnu-Heiligtum. Deshalb ist Gott Vishnu natürlich auch auf zahlreichen Steinstatuen zu sehen ... die wohl wichtigste ist die, wo er auf dem Garuda reitet (Foto). Der Garuda ist ein mystisches Fabelwesen, halb Mensch, halb Adler und eben Vishnus Reittier. Wenn man den Garuda sieht, muss es klingeln: Bingo, dann geht's immer um Gott Vishnu, den Erhalter des Universums! Auf dem andern Foto abgebildet ist übrigens das Chakra - eine Art Scheibe oder Diskus - einer der Gegenstände, die Vishnu üblicherweise in den Händen hält. Und auch noch ein Shiva-Lingam, das natürlich auch hier nicht fehlen darf. Leichte Lernerfolge also zum Thema Hinduismus.
Während ich mich mit Steinelefanten amüsiere, kämpft Wolfgang mit seiner Klickklick gegen blutrünstige Welpen an. Bis dann der Moment kommt, wo Ute ihre Drohung wahr macht und eine "grosse Maske" für ihr Haus ersteht. Erst im Lauf der nächsten Stunden und Tage und im Hinblick auf die Transportfrage wird ihr klar werden, dass sie keine grosse, sondern eine gigantische Maske erstanden hat. Wir freuen uns mit ihr.
Und weiter geht's in die Königsstadt Bhaktapur.
Entspanntes Bhaktapur
Kathmandu, Patan und Bhaktapur sind die drei nepalesischen Königsstädte. Bhaktapur liegt an der alten Handelsstrasse nach Tibet und bietet Tempel, Paläste, Holzschnitzereien ... alles echt alt. Eine wunderbare historische Altstadt, in der man sich sofort wohl fühlt. Denn irgendwas feht hier wundersamerweise ... kein Hupen, kein Drängeln ... Autos müssen nämlich draussenbleiben. Siehe an, es geht doch!
Wir essen hoch oben in einem Restaurant am Taumadhi Square mit Blick auf den mit 30 Metern höchsten Tempel des Kathmandu Valley, den Nyatapola bzw. "Tempel mit den fünf Dächern" (Foto).
Eine so schöne Stadt, dieses Bhaktapur. Vor allem als nach dem Mittagessen auch noch die Sonne sich zeigt. Wir bestaunen Durbar Square mit Royal Palace und Goldenem Tor und schlendern durch die Altstadt zum Platz der Töpfer, denn für seine Töpfereikunst ist Bhaktapur berühmt. Ein Kaffee in der Sonne beendet einen entspannten Stadtrundgang.
Heim ins Dwarika's
Und heim geht's zu unserem letzten Hotelstopp - ins heissgeliebte Dwarika's in Kathmandu, wo wir ja bereits die ersten Nächte verbracht haben. Erste Abschiedsstimmung macht sich breit. Gemischt mit einer leichten Husten- und Erkältungsstimmung, denn der Smog, der Flug einiger im luftigen Ultra-Leicht-Flugzeug und der einfache Heizstandard in der Lodge haben das ein oder andere Abwehrsysteme überfordert. Im Dwarika's erwarten uns traumhaft schöne, grosszügige und kuschelig warme Zimmer mit beleuchteten Steinelefanten in der Nische - unsere Wohlfühl-Oase im hektischen Kathmandu.
















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