Vor dem Tempel haben Händler all die für einen Hindu notwendigen Opfergaben ausgebreitet. Üblich ist ein Körbchen mit einer Kokosnuss, Blumen, Bändern, Räucherstäbchen und Zucker. Damit betreten die Gläubigen den Tempel und huldigen der vielarmigen Göttin. Und im Tempelinnenraum sind rundum Glocken angebracht und eine Ecke für die Öllampen und Räucherstäbchen. In den Nischen stehen blutverschmierte und blumengeschmückte Ganeshas, Shivas und bestimmt auch andere Götter. Nicht zu vergessen natürlich ein geschmücktes Shiva-Lingam.
Unser anschliessender Spaziergang beginnt mit einem Stopp bei einer Reiskringel-Bäckerin. Vorbei an weiteren appetitlich aussehenden Speisen geht's dann weiter durch ein typisches Dorf des Newari-Volks. Wunderhübsche Holzschnitzereinen an Türen, Fenstern und Dächern. Wir haben Geleitschutz erhalten von fünf Hunden, die nicht von unserer Seite weichen. Und auch sonst muss man achtgeben, wohin man tritt, denn vor fast jedem Haus ist vor der Eingangstür ein Mini-Shiva-Lingam gebaut. Besser, da nicht draufzutreten.
Das Wetter heute ist leider bewölkt, so dass das Himalaya-Panorama im Hintergrund all der wunderschönen Terrassen unsichtbar bleibt. Dafür gibt's noch ein kleines Abenteur mit dem Kleinbus, in dem wir heute unterwegs sind - die Nebengeräusche werden lauter und lauter, bis wir anhalten und aussteigen müssen. Weiterfahrt unmöglich. Zum Glück sind wir nicht weit von der Lodge entfernt, und unser wunderbarer Busfahrer, der eigentlich frei gehabt hätte, gabelt die Gestrandeten im grossen Reisebus auf.
Am Nachmittag ist frei oder ein Ausflug in ein Dorf. Ich muss passen. Schlafdefizit. Lege mich um 14.15 Uhr ins Bett und wache um 18.20 Uhr wieder auf. Beim Abendessen gibt der Restaurant-Manager das erste Getränk aus. Kleine Wiedergutmachung für den Silvesterabend ...




0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen