Samstag, 7. Januar 2012

Königsstadt Patan und die Ritter der Kaminrunde

Mount Everest im Dunkeln

Der Wecker wieder mal um 5:30 Uhr. Parat sein um 6 Uhr. Das Ereignis: Abfahrt zum Flughafen, um mit Buddha Air zum Mount Everest zu fliegen. Elf von insgesamt vierzehn Teilnehmern zieht's zum Berg. Um 6 Uhr die Information, dass der Start verschoben wird. Unsichere Wetter- und/oder Sichtverhältnisse. Gut, dass wir noch im Frühstücksraum des Hotels sitzen und nicht am Flughafen. Denn der Start verzögert sich weiter. Um 6:30 Uhr wird auf 7 Uhr und um 7 Uhr auf 8 Uhr geschoben. Dann leider die Flugabsage. Zu schlecht die Sicht. Schade, aber wohl Schicksal so. Wir frühstücken ein weiteres Mal und sind dann wenigstens für den Tag gestärkt.

Einzig Tina wird am nächsten Morgen nochmals versuchen, den Berg der Berge zu sehen. Doch auch dann starten die Flieger nicht. Hat wohl nicht sollen sein. Zum Trost für uns alle ein Foto von Wikipedia vom Gipfel der Welt: 8846 Meter hoch, Blick vom Basislager, aufgenommen gestern während Pong's Revenge beim Rumdoodeln.

Königsstadt Patan in der Sonne

Keine Trübsal blasen, sondern ab zur Besichtigung der letzten der drei Königsstädte: Patan, nur durch den Bagmati-Fluss von Kathmandu getrennt und somit dessen Zwillingsstadt. Gleichzeitig zweitgrösste Stadt des Kathmandu Valley. Patan ist Sitz von Botschaften, Verwaltungen, Hilfsorganisationen und natürlich von Expats.

Geschichte oder Legende, dass die Stadt vom berühmten indischen König und Verbreiter des Buddhismus, Ashoka, gegründet wurde. Das erklärt zumindest die Vielzahl an buddhistischen Tempeln in Patan. Wie die beiden anderen Königsstädte so hat auch Patan seinen Durbar Square, den "Platz des Königshofes", von mir auf zahlreichen Fotos verewigt. Wir gehen ins Patan Museum, superschön, das im Palastbereich liegt. Werbeslogan: "The Museum behind the Golden Door". Leider hab ich vor lauter Klickklicken ziemlich den Überblick verloren, was ich eigentlich fotografiert hab. Aber egal. Mittagessen wieder mal bei herrlichem Sonnenschein in einem Restaurant mit Dachterrasse und freiem Blick auf Tempel, Paläste und geschäftiges, buntes Treiben unter uns.

Vorbei an weiteren hinduistischen und buddhistischen Heiligtümern begeben wir uns allmählich zum Bus. Nicht ohne allerdings ein letztes Souvenir zu erstehen: Während vor seinem Laden die buddhistischen Lieder erklingen, demonstriert drinnen der Klangschalenmeister seine Handwerkskunst. Er füllt eine grosse Klangschale mit Wasser, fährt den Stab die Schale entlang und schlägt sie: Der wunderbare Ton bringt das Wasser zum Sprudeln. Gleiches soll auch im menschlichen Körper vor sich gehen - was vor allem bei Kopfschmerzen helfen soll. Helmi probiert's aus, die Kopfschmerzen bleiben. Ich jedenfalls bin stolz wie Oskar über meine Klangschale aus acht verschiedenen Metallen.

Nepalesische Küche im Blitzlichtgewitter

Letztes gemeinsames Abendessen festlich im Krishnarparn, das zum Dwarika's gehört. Schuhe ausziehen und auf einen Mini-Stuhl hocken. Beine im Schneider- oder Lotussitz anwinkeln. Oder auch lang ausgestreckt unter dem Tisch ausfahren. Wunderschön gedeckt, personalisierte Menukarte. Wir schreiben den 20 Poush 2068 im nepalesischen Kalender. Die bildhübschen Kellnerinnen binden uns eine Schürze um und legen noch eine Serviette auf. Wir essen insgesamt neun (!) Gänge. Die Unterhaltung dreht sich um nepalesische Küche und deutsche Mengenlehre. Sehr lecker das Essen. Es werden viele Klickklicks gemacht, selbst echte Team T's mit kleinen Kameras.

Harter Kern bei Kaminfeuer

... bis der Abend dann für die Mitglieder des harten Kerns wie üblich bei Cocktails, Bier und Rotwein vor dem Kamin ausklingt.




















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